Die Lehrer stören uns nicht

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Ein Dialog zwischen mir (K.) und meinem Sohn (R.).

K.: Gehst du morgen in die Schule?

R.: Ja. Warum denn nicht?

K.: Weil es keinen Sinn macht. Du hast doch selber immer gesagt, dass du dort nichts lernst. Eigentlich, brauchst du mir nur zu sagen, dass du Bauchschmerzen hast. Dann melde ich dich morgen krank, und du kannst ruhig zu Hause bleiben.

R.: Nee, ich will doch meine Freunde sehen.

K.: Aber du kannst mit ihnen sowieso nur ganz kurz in den Pausen reden.

R.: Papa! Du verstehst von der Schule gar nichts. Natürlich können wir die ganze Zeit miteinander reden.

K.: Auch im Unterricht?

R.: Na klar!

K.: Aber die Lehrer stören euch gewiss dabei.

R.: Nein, die Lehrer stören uns nicht.

K.: Wieso?

R.: Na ja. Ab und zu sagen sie, dass wir leise sein sollen. Dann schweigen wir für ein paar Minuten. Aber das ist eben nur für ein paar Minuten. Das ist überhaupt kein Problem.

K.: Worüber kann man denn die ganze Zeit Tag um Tag reden? Habt ihr nicht schon längst alles zueinander gesagt?

R.: Nein. Mein Freund, mit dem ich gerade sitze, hat vor kurzem einen neuen Computer bekommen. Nachts schaut er sich Filme darauf, und danach erzählt er sie mir.

K.: Warum gerade nachts?

R.: Weil er an einem Tag nur einen einzigen Film schauen darf.

K.: Na gut. So lernst du wenigstens in der Schule, perfekt auf deutsch zu quatschen. Dann lerne auch ich deutsch von dir.

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